Tales of the Funky
2007, 110 min, 7 Performer
Von den ersten Parties in der Bronx 1974 bis zu der milliardenschweren, globalisierten Kultur, die heute unseren Lifestyle dominiert - die HipHop-Bewegung hat eine gewaltige Entwicklung vollzogen. Tales of the Funky - B-Boys & Breakgirls untersucht die Vermarktungsstrategien der Szene und ihre Auswirkungen. Castingshows treffen auf B-Boys, Tanzleitungen auf Freestyle, Commercial Hiphop vs. Keeping it real, und natürlich wird auch die kritische Frage des richtigen Styles verhandelt.
Tales of the Funky - B-Boys & Breakgirls versteht sich als Folgeprojekt von "Routines", das 2006 im Rahmen eines Coaching-Projekts von Christoph Winkler für junge TänzerInnen entstand.
| Choreographie & Konzept: Christoph Winkler Von & mit: Yasemin Celikkan, Timo Draheim, Janina Joyner, Christine Joy Ritter, Jörg Schiebe, Robert Segner, Eugene "U-gin” Boateng Kostüme: Frederike Donath Produktionsbüro: ehrliche arbeit - freies Kulturbuüro
Eine Produktion von Christoph Winkler. Gefördert durch die Senatskanzlei Berlin - Kulturelle Angelegenheiten, den Fonds Darstellende Künste e.V., die fabrik Potsdam und sophiensaele. Mit freundlicher Unterstützung des Eliashof. |
Christoph Winklers "Tales Of The Funky" ist eine HipHop-Märchenstunde, die wenig von gestern erzählt, sondern lieber über heute schmunzelt. Über die Industrialisierung individueller 'styles' zu einer gigantischen Modemaschine. Winkler gilt immer noch als Querkopf der Berliner Tanzszene. Seit einem Jahr bewegt er sich nun mit großen Schritten Richtung Tanztheater, in poppigerer Ästhetik, mit dem entzückenden Selbstdarsteller-Schauspieler Jörg Schiebe im Kernteam und einem neu entdeckten Sinn für Humor. Die Persiflage über die Hypes und Phantasmen der HipHop-Welt funktioniert wie ein zeitgenössischer Boulevard-Schwank mit schmissigen Tanzeinlagen, gut gemacht ...
Der Abend lebt von dem sympathischen Ensemble, für das Winkler auch zwei Casting-Show-Teilnehmer gecastet hat: "U-gin" gewann den VIVA-"Dancestar", Yasemin Celikkan schied bei "You Can Dance" auf SAT1 im Halbfinale aus. Das Stück spekuliert hier mit einem ähnlichen Echtheitskitzel wie die auf "Reality" getrimmten TV-Formate und gibt den beiden doch Raum, mehr zu sein als ihre eigene Medienkarikatur.
BERLINER MORGENPOST
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