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SAAL A am 29. & 30. November 2008, jeweils 20:45 Uhr POSED im Rahmen der Tanznacht Berlin in den Uferstudios Freitag, 5. Dezember 21 h, Halle 660, 70 Min, Performance, 12/8 € www.tanznachtberlin.de Das Verfertigen von Kunst gleich welcher Art ähnelt im Grunde einem Strategiespiel. Am Anfang steht immer eine Entscheidung fuür oder gegen eine bestimmte Form, Ästhetik, Konvention, einen Inhalt oder ein spezifisches Medium, um nur einige zu nennen. Doch jede Entscheidung ist maßgeblich geprägt von der eingenommenen Perspektive, die ihr zugrunde liegt. Der Blickwinkel bestimmt nicht nur die Strategie der Verfertigung, sondern gleichermaßen die Rezeption des jeweiligen Kunstwerkes. Unlängst suchen Kuünstler nach neuen Perspektiven und machen Anleihen bei ihren Kollegen aus anderen Sparten. Strategien werden aus dem einen Feld in das andere uübertragen. Es entstehen Reibungen, die etwas Neues freisetzen und eine andere Betrachtungsweise nahe legen. Zwar kann diese kuünstlerische Praxis auf eine lange Tradition zuruückblicken, doch scheint eine kuünstlerische Auseinandersetzung mit diesen Momenten der übersetzung bislang noch zu fehlen -- zumal die Wissenschaft in den letzten Jahren das Phänomen der gegenseitigen Durchdringung der Kuünste fuür sich entdeckt hat. "Posed" ist eine spielerische Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Produktionsweisen von Kunst, die versucht, das Potenzial aufzuzeigen, das dem Moment der übersetzung inhäriert; wenn man nur bereit ist, eine andere Perspektive einzunehmen. "Posed" ist keine Nabelschau, in der Kuünstler uübers Kunstmachen nachdenken. Jeder Betrachter wird ins Geschehen verwickelt. Und je länger man den muskulösen Florian Bilbao, der sich zwischen den Zuschauerkolonien langsam durch den Raum bewegt, beim Posen beobachtet, desto mehr ruückt durch die Einfluüsterungen der anderen Tänzer man selbst in den Vordergrund dieses spielerischen Storytellings zwischen Erwartung und Vorurteil, Sympathie und Informiertheit. Zitty Die Inszenierung spielt mit der Tatsache, dass zeitgenössische Kunst zu großen Teilen aus dem Diskurs uüber zeitgenössische Kunst besteht. Also simpel gesagt im beziehungsreichen Reden uüber die Kunst. (...) Winkler frönt in dieser Produktion (...) dem Nachdenken uüber Tanz und Choreografie als eine Abfolge von Entscheidungen und Interventionen. Neues Deutschland Es erzählt schlicht von der Schönheit der Vielfalt wie von der Beeinflussbarkeit unserer Wahrnehmung. Berliner Morgenpost Von & Mit: Florian Bilbao, Marie-Lydie Nokouda, Jörg Schiebe, Mirko Winkel Konzept: Christoph Winkler Kostüme: Friederike Donath Produktion: ehrliche arbeit -- freies Kulturbüro Eine Produktion von Christoph Winkler. Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin. Unterstützt von Kunsthaus Tacheles und Eliashof. |
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